Kommunikation im Business

Kommunikation im Business – Meine 5 Tipps

Kommunikation im Business kann so einfach sein, wenn wir bestimmte Grundfaktoren beachten. Gute Kommunikation lässt uns einfach sympathischer und als wertvoller Gesprächspartner wirken. Die Schlüsselfaktoren von erfolgreicher Kommunikation sind Präsenz, Interesse, der Aufbau von Vertrauen und eine gute Körpersprache.

„Die heutige Form der Kommunikation stellt andere Ansprüche an die Definition von Raum und Zeit.“ (Franz Dommenz)

Gerade in der der heutigen schnelllebigen Zeit ist es so wichtig, sich wieder mehr Zeit für andere in persönlichen Gesprächssituationen zu nehmen.

Tipp Nr. 1 „Nehmen Sie eine offene und authentische Körperhaltung ein“

Ich erlebe es oft, dass meine Gesprächspartner eher im Stuhl oder Sessel „lümmeln“. Oftmals habe ich dann das Gefühl, dass er oder sie nur mit einem halben Ohr hinhört und seine Zeit „absitzt“.

80% der Kommunikation findet nonverbal, über unsere Körpersprache, statt. Der Körper lügt nie. Es gibt viel mehr Menschen, die sich mit Körpersprache auskennen und sie entsprechend interpretieren, als Sie denken.

Nehmen Sie deswegen eine entspannte, Ihrem Gesprächspartner offene und zugewandte Haltung ein. Achten Sie auf absolute Präsenz in der persönlichen Begrüßung, den „richtigen“ Handschlag  und auf einen guten Blickkontakt.

Tipp Nr. 2 „Interessen Sie sich ernsthaft für Ihr Gegenüber“

Schon Adolph Freiherr von Knigge sagte: „Interessiere dich für andere, wenn du willst, dass andere sich für dich interessieren.“

Aktives Zuhören und richtiges Hinhören will gelernt sein. Zuhören ist nicht gleich Zuhören. Jeder Mensch braucht eine andere Bestätigung des Zuhörens in der Beziehung. Nutzen Sie absolute Präsenz, um von Anfang an eine positive Beziehungskompetenz aufzubauen. Nehmen Sie sich die Zeit und schalten Sie alle anderen Störfaktoren, wie z.B. das Handy – so schwer das auch fällt – aus oder auf lautlos.

Jeder Mensch hat in einem Gespräch Interessen und Bedürfnisse. Oft werden diese nicht ehrlich mitgeteilt, oder durch verschleierte Worte, Verse, Metaphern oder Vergleiche angesprochen. Achten Sie unbedingt darauf, dass Sie die tatsächliche Botschaft und das damit verbundene Ziel hinter dem Gesagten herausfinden. Das funktioniert am besten mit Empathie. So verhindern Sie auch von Anfang an mögliche Missverständnisse und verhindern Konflikte.

Tipp Nr. 3 „Machen Sie keine leeren Versprechungen – bauen Sie von Anfang an eine vertrauensvolle Beziehung auf“

Viele Dienstleister geben teilweise schnelle Versprechungen ab, in der Hoffnung, den Kunden zu gewinnen, oder zu halten. Wir können nicht immer sofort alle Wünsche der Kunden erfüllen. Vertrauensvolle Kundenbeziehungen entstehen durch gegenseitige Wertschätzung und ein gegenseitiges Verständnis füreinander.

Versprechungen abzugeben, bei denen sich am nächsten Tag herausstellt, dass diese absolut nicht erfüllbar sind, führen auf Dauer zu schlechter Reputation. Lieber verzichten Sie auf einen potenziellen Interessenten. Durch guten Service und eine ehrliche Kommunikation erhalten Sie in der Regel trotzdem eine Weiterempfehlung.

„Nein“ sagen ist so wichtig, um bei sich selbst zu bleiben. Wenn Sie und Ihre Mitarbeiter gerade gut ausgelastet sind, kommunizieren Sie das ehrlich und suchen gemeinsam mit dem Interessenten nach einer WIN-WIN Lösung. Kunden einfach so dazwischen „reinschieben“ führt oft zu mangelnder Qualität und zur Unzufriedenheit auf beiden Seiten. Menschen kaufen nun mal bei Menschen, die authentisch, ehrlich und sympathisch sind, weil sie sich die Zeit für ihr Gegenüber nehmen.

Tipp Nr. 4 „Punkten Sie mit der Wiederholung von Namen“

Hören Sie gerne Ihren Namen oder werden Sie lieber anonym angeredet? Auch wenn sich das am Anfang vielleicht komisch anfühlt, so sprechen Sie Ihr Gegenüber im persönlichen Gespräch oder im Telefonat 3x mit dem Namen an. Einmal zur Begrüßung, dann zwischendurch um wichtige Gesprächsabschnitte zu unterstreichen und am Ende des Gesprächs, wenn Sie sich wertschätzend bedanken und verabschieden.

Tipp Nr. 5 „Entdecken Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil“

Das ist wahrscheinlich der Tipp, der Sie am meisten herausfordern wird. Selbstreflexion gehört aber zur persönlichen Weiterentwicklung dazu.

Frage: Wie würden Sie Ihren eigenen Kommunikationsstil bezeichnen? Stehen Sie gerne im Mittelpunkt? Unterbrechen Sie andere in Gesprächen? Reden Sie lieber gar nicht, weil Ihnen die Harmonie wichtiger ist? Oder lieben Sie die Diplomatie, mit der Sie gerne eine WIN-WIN Lösung für beide Partner suchen?

Selbst wenn wir gute Kommunikatoren und Rhetoriker sind, so gibt es immer wieder Gesprächssituationen, die uns besonders herausfordern. Reflektieren Sie Ihre jeweiligen Gespräche deswegen regelmäßig mit einer Art Kommunikations-Tagebuch:

  • Was ist gut gelaufen? Wo habe ich mich wohl gefühlt?
  • Bei was habe ich mich überrumpelt gefühlt? In welcher Situation habe ich meine Ziele und Interessen nicht 100% vertreten?
  • Wie kann ich in Zukunft besser auf meinen Gesprächspartner eingehen und mich besser vorbereiten?
  • Haben Sie viel in Ich und Wir Botschaften gesprochen?
  • Wurde das Sprachniveau und der persönliche Background Ihres Gegenübers berücksichtigt?
  • Gab es Probleme, wichtige Dinge klar und wertschätzend anzusprechen, wurden diese lieberverschwiegen?

Bitte Sie auch Freunde und Bekannte um ein ehrliches Feedback zu Ihrem blinden Fleck in der Kommunikation. Nur so verbessern Sie Ihren eigenen Kommunikations-Stil!

Fazit: Gute Kommunikation ist kein Hexenwerk, sondern bewusstes, reflexives Lernen.

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  1. […] in der Lage sind, eine Gesprächspause auszuhalten, den anderen kommen zu lassen und ihm ganz genau zuzuhören. Denn jetzt zeigt sich, ob es Ihnen gelungen ist, das Interesse Ihres Kunden zu […]

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